Blogbeitrag
Mit dem 23. September beginnt im Medizinrad die Zeit des Raben. Der Herbst zieht ein, die Tage werden kürzer und die Natur beginnt langsam, ihre Kräfte nach innen zu richten. In verschiedenen indigenen Traditionen Nordamerikas steht der Rabe für das Gleichgewicht zwischen Mensch und Natur. Er verbindet die Kräfte der Erde und des Himmels und trägt beide Energien in sich.
Raben sind sehr intelligente und soziale Tiere. Sie leben in Gemeinschaften, lernen voneinander und können andere anleiten. Sie verteidigen ihr Revier entschlossen.
Menschen, die in der Zeit des Raben geboren sind, können in ihren Stimmungen starke Gegensätze erleben. In einem Moment sind sie liebevoll, herzlich und voller Wärme, im nächsten können sie sich zurückziehen und in eine schwere, niedergeschlagene Stimmung geraten. Dieser Wechsel kann manchmal sehr schnell geschehen.
Wenn Menschen dieses Zeichens ihre innere Balance gefunden haben, können sie ihre Wärme und Herzlichkeit besonders schön an andere weitergeben. Erdung und Verwurzelung sind für Raben-Menschen besonders wichtig. Sie geben ihnen Halt, wenn sie sich für geistige Ebenen öffnen und in diese aufschwingen. Gleichzeitig hilft ihnen die Erdung dabei, ihre vielfältigen Ideen zu bündeln und nicht von einem Projekt zum nächsten zu flattern, sondern dem Begonnenen Zeit zu geben, Wurzeln zu schlagen und Gestalt anzunehmen.
Die Medizin dieser Position ist nicht nur für Menschen bestimmt, die in der Zeit des Raben geboren wurden. Wer sich im Medizinrad bewusst auf die Position des Raben begibt, kann sich mit den Themen beschäftigen: Wo brauche ich mehr Erdung? Wo verliere ich meine Mitte? Wo darf Veränderung entstehen – und wo ist es an der Zeit, zu bleiben und etwas zu vollenden?
Die Totemfarbe ist braun, das Braun der herbstlichen Erde. Es steht für Standhaftigkeit und Verwurzelung – dafür, mit der Erde verbunden zu bleiben, während wir uns gleichzeitig weiterentwickeln und in höhere Ebenen vordringen. Aber auch für Ruhe nach der Ernte.
Der Totemstein ist der Jaspis, er kommt in vielen unterschiedlichen Farbschattierungen vor. Mit den Menschen dieses Totems wird besonders der Blutstein in Verbindung gebracht. Er wurde in früheren Zeiten als Amulett geschätzt und ihm wurden unterschiedliche Kräfte zugesprochen. Es heißt, Jaspis besitze die Kraft, die Wärme der Sonne aufzunehmen und weiterzugeben. Ein schönes Bild für die Medizin des Raben: Wärme in sich aufzunehmen und sie mit anderen zu teilen. In früheren Zeiten wurde der Blutstein auch zur Stillung von Blutungen verwendet.
Die Königskerze, die Totempflanze, wurde über viele Jahrhunderte in unterschiedlichen Regionen zu Heilzwecken genutzt. Auch bei indigenen Völkern verschiedener Regionen Nordamerikas wurde die Königskerze verwendet. Die Blätter wurden unter anderem bei Beschwerden der Atemwege geraucht. Das Öl aus ihren Blüten wurde bei Ohrenschmerzen sowie äußerlich bei Verstauchungen und Muskelbeschwerden angewendet. Auch Anwendungen im Zusammenhang mit Nieren und Blase sind überliefert.
Und vielleicht liegt gerade darin die Medizin dieser Zeit: gut verwurzelt zu sein und dennoch beweglich zu bleiben.
Inspiriert von Sun Bear & Wabun- Das Medizinrad -Astrologie der Erde bis zum